Arbeit – Die Kraft zu Leben und zu Geben

Sehr oft unter- oder überschätzen wir die Bedeutung unserer täglichen Arbeit für unser Leben.
Jeder von uns kennt Beispiele von hart arbeitenden Geschäftsleuten, die schon fast Workaholics sind, und eigentlich gar keine Zeit mehr für ihre Ehe und Kinder haben. Wir alle kennen die Geschichten, wie diese Menschen am Ende ihres Lebens ihre Entscheidungen und Prioritäten bereuen, und wir haben Mitleid, dass sie so ein liebloses, freudloses, ruheloses Leben gehabt haben.
 
Auf der anderen Seite kennen wir auch alle jemanden, der entweder keiner geregelten Arbeit nachgehen will, oder selbst wenn er es tut, dabei eine miserable Haltung hat.
 
Und in unserer christlichen (besonders charismatischen) Welt gibt es dann sogar einige, die glauben, tägliche Arbeit sei eine Konsequenz des Sündenfalls und wir sollten einfach Jesus vertrauen, uns zu versorgen.
 
Was sagt das Wort Gottes?

  1. Gott hat Arbeit erschaffen und Er hat den Menschen zur Arbeit geschaffen.
In 1 Mose 2:15 sehen wir, dass das Erste, was Gott dem Menschen gab (sogar noch vor einem Partner), eine wunderbare, überfließende, „mehr-als-genug“ Umgebung… und Arbeit!
„[Wir müssen] hin und wieder daran erinnert werden, dass die Arbeit keine Auswirkung des Sündenfalls ist. Der Mensch wurde zur Arbeit geschaffen, weil der Gott, der ihn schuf, ein „arbeitender Gott“ ist. Der Mensch ist dazu geschaffen, kreativ zu sein, sowohl mit seinem Verstand, als auch mit seiner Hand. Arbeit ist Teil seiner Würde und Existenz. – Sinclair B. Ferguson (A Heart for God, 1987)
Arbeit war keine Konsequenz des Sündenfalls… schwere Arbeit war das Resultat, weil diese Schöpfung (inklusive Erde, Pflanzen, usw.) verflucht wurde! Und sie ist immer noch unter diesem Fluch (Römer 8:20-22).
Das sollte aber nichts daran ändern, dass wir dem Herrn danken, dass Er Arbeit für uns vorbereitet hat, uns dafür die nötige Kraft gibt, und sie segnet! Denn in der Bibel wird fleißige Arbeit mit einem Leben in Weisheit gleichgestellt.
Sprüche 6:6-11 Schlachter 2000 (SCH2000)
6 Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh ihre Wege an und werde weise:
7 Obwohl sie keinen Anführer hat, weder Vorsteher noch Herrscher,
8 bereitet sie dennoch im Sommer ihr Brot und sammelt in der Erntezeit ihre Speise.
9 Wie lange willst du liegen bleiben, du Fauler? Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf?
10 »Ein wenig schlafen, ein wenig schlummern, ein wenig die Hände in den Schoß legen, um zu ruhen«:
11 so holt dich die Armut ein wie ein Läufer, und der Mangel wie ein bewaffneter Mann!
Wenn wir in Gottes Weisheit wandeln, sind wir selbst-motivierte Arbeiter, die verstehen, wie wichtig Prioritäten sind, und die Frucht ihrer Arbeit weise verwenden.
Wenn wir nicht bereit sind zu arbeiten, werden Armut und Mangel uns einholen und übermannen, wie ein Läufer und ein bewaffneter Mann. Man kann sie von Weitem Kommen sehen und sogar noch etwas dagegen tun, aber die Zeit kommt, wo sie einen überwältigt haben. Und dann ist es sehr schwer zu entkommen. Nicht unmöglich, aber sehr schwer. Also lasst uns weise sein!
  1. Unsere Arbeit gehört zu Gottes Plan für unseren Wohlstand!
Sprüche 13:4 Schlachter 2000 (SCH2000)
4 Die Seele des Faulen gelüstet nach vielem und hat doch nichts, die Seele der Fleißigen aber wird reichlich gesättigt.
Sprüche 13:4 Luther Bibel 1545 (LUTH1545)
4 Der Faule begehrt und kriegt’s doch nicht; aber die Fleißigen kriegen genug.
Fleiß und fleißiges Arbeiten wird unser Leben bereichern. Faulheit führt nicht nur zu nichts, wir werden auch noch verlieren, was wir haben. Gott aber hat versprochen, dass eine fleißige Arbeitsbereitschaft im Leben auch zu etwas führen wird!
Sprüche 14:23 Schlachter 2000 (SCH2000)
23 Wo man sich alle Mühe gibt, da ist Überfluss, aber wo man nur Worte macht, da herrscht Mangel.
In mühevoller Arbeit liegt Überfluss – im Gegensatz zu leeren Worten, denn die führen wiederum zu nichts! Eine fleißige, Wir schaffen das!-Haltung wird uns in allen Bereichen des Lebens helfen (Job, Familie, Gemeinde, Glaubensleben, usw).
2 Thessalonicher 3:10-13 Schlachter 2000 (SCH2000)
10 Denn als wir bei euch waren, geboten wir euch dies: Wenn jemand nicht arbeiten will, so soll er auch nicht essen!
11 Wir hören nämlich, dass etliche von euch unordentlich wandeln und nicht arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben.
12 Solchen gebieten wir und ermahnen sie im Auftrag unseres Herrn Jesus Christus, dass sie mit stiller Arbeit ihr eigenes Brot verdienen.
13 Ihr aber, Brüder, werdet nicht müde, Gutes zu tun!
Wieder sehen wir, wie wichtig und notwendig Arbeit in unserem Leben ist.
2 Thessalonicher 3:10-13 Neue Genfer Übersetzung (NGÜ)
10 Denn schon damals, als wir bei euch waren, haben wir euch den ´Grundsatz` eingeschärft: Wenn jemand nicht arbeiten will, soll er auch nicht essen.
11 Und jetzt müssen wir hören, dass einige von euch ein ungeordnetes Leben führen und sich herumtreiben, statt einer geregelten Arbeit nachzugehen!
12 Wir fordern alle, die sich so verhalten, im Namen des Herrn Jesus Christus mit Nachdruck auf, Ordnung in ihr Leben zu bringen, indem sie eine Arbeit annehmen und sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen.
13 Ihr anderen aber, liebe Geschwister: Werdet nicht müde, das zu tun, was gut und richtig ist!
Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen, sagt Gott. Und wir sollen auch nicht andere Menschen als unsere Quelle ansehen… Gott ist unsere Quelle und Er hat uns Kraft zum Arbeiten gegeben, damit wir unser eigenes Brot verdienen können.
Arbeit soll Teil unseres Lebens und Teil unserer Lebenseinstellung sein, so hat Gott es bestimmt. Sie wird uns mit Brot versorgen, aber sie ist nicht die einzige Wohlstandsquelle in unserem Leben!
  1. Unser Job ist nicht die einzige Quelle unseres Wohlstands!
2 Korinther 9:6-11 Schlachter 2000 (SCH2000)
6 Das aber [bedenkt]: Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten.
7 Jeder, wie er es sich im Herzen vornimmt; nicht widerwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!
8 Gott aber ist mächtig, euch jede Gnade im Überfluss zu spenden, sodass ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk,
9 wie geschrieben steht: »Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit besteht in Ewigkeit«.
10 Er aber, der dem Sämann Samen darreicht und Brot zur Speise, er möge euch die Saat darreichen und mehren und die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen,
11 sodass ihr in allem reich werdet zu aller Freigebigkeit, die durch uns Gott gegenüber Dank bewirkt.
Die Früchte unserer Arbeit sind nicht nur für uns als Nahrung, sondern auch um zu sähen!
Epheser 4:28 Schlachter 2000 (SCH2000)
28 Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern bemühe sich vielmehr, mit den Händen etwas Gutes zu erarbeiten, damit er dem Bedürftigen etwas zu geben habe.
Wir arbeiten also, um zu leben und zu geben! Arbeit versorgt und mit Brot und Samen… nun können wir Essen und Geben! Und dieses Geben wird zu noch mehr Gnade im finanziellen Bereich führen.
Auf unser Arbeitsleben hat Gott die Verheißung des Brotes und des Samens gelegt. Auf unser Gebensleben hat Er die Verheißung reicher, übernatürlicher Versorgung gelegt, gemäß dem Reichtum Seiner Herrlichkeit (siehe Philipper 4:14-19)!
Lasst uns als Kinder Gottes und Jünger unseres Herrn Jesus Christus eine positive Arbeitseinstellung haben, eine Wir schaffen das!-Haltung. Und lasst uns ein Leben des Gebens führen, denn:

Apostelgeschichte 20:35 Neue Genfer Übersetzung
35 Mit meiner ganzen Lebensführung[a] habe ich euch gezeigt, dass wir Arbeit und Mühe nicht scheuen dürfen; denn dann können wir den Bedürftigen helfen, wie es unsere Aufgabe ist. Denkt immer an die Worte, die Jesus, der Herr, selbst gesagt hat: ›Auf dem Geben liegt ein größerer Segen als auf dem Nehmen.‹«

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