Das Joch Jesu

Matthäus 11:28-30
Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. 

Wie wunderbar ist doch diese Verheißung Jesu, die nicht nur den Hörern von damals galt, sondern immer wieder auch heute noch Millionen von Menschen zu einer liebevollen Beziehung zu unserem Herrn einlädt. Wir dürfen zu Ihm kommen und von unseren eigenen Werken ruhen. Sein lebendiges Wasser erfrischt uns, gibt uns Leben, das ewig ist. Lob und Dank sei Ihm dafür!

Jesus lässt uns danach nicht alleine. Wenn wir zu Ihm gekommen sind, dürfen wir von Ihm lernen, durch Sein Wort und Seinen Heiligen Geist in uns. Lernt von mir! ist kein liebloser Befehl, sondern eine Einladung zu wahrer Jüngerschaft in enger Gemeinschaft mit Ihm. Eine Jüngerschaft, die dazu führt, Ihm und Seinem Wesen immer ähnlicher zu werden.

Auch zwingt Er uns zu nichts. Nehmt auf euch mein Joch…! Er wird es uns nicht aufdrücken, Er bittet uns, es zu nehmen. Es ist immer unsere Entscheidung, ob wir Ihm dienen und nachfolgen wollen. Jesus drängt sich uns nicht auf, aber Er wünscht sich, dass wir so Ruhe finden für unsere Seelen. Denn Sein Joch ist sanft und Seine Last ist leicht.

Welch eine einzigartige Einladung! Welch ein Retter! Oft fordere ich Besucher in unserer Gemeinde auf, selbst herauszufinden, ob es einen Gott gäbe wie Ihn. Sie würden keinen finden. Es gibt viele Religionen, Wertesysteme und spirituelle Regelwerke. Und doch gibt es nur den Einen, der uns liebt und sich selbst für uns hingegeben hat, nicht damit wir einer Weltreligion beitreten können, sondern um Ihn persönlich kennenzulernen. Zur Ruhe zu kommen. Heimzukommen zu unserem himmlischen Vater. Danke, Herr Jesus!

Wir leben in einer Zeit, in der das Evangelium auf eine Art und Weise gepredigt werden kann, wie es zur Zeit der Urgemeinde undenkbar war. Wir haben mehrere christliche Fernsehsender, die jeden Tag 24 Stunden geistliches Programm ausstrahlen und unzählige Internet-Plattformen mit Material und Hilfestellungen für das Erreichen der Verlorenen. Sogar auf säkularen Sendern finden wir gesalbte Bibellehre und kraftvolle Gottesdienste.

Wir leben aber auch in einer Zeit, in der das Evangelium oft nicht mehr so gepredigt wird, wie wir es in der Bibel finden. Sein Joch ist sanft, seine Last ist leicht. Aber es ist immer noch ein Joch, es ist immer noch eine Last!

Jesus nachzufolgen, Ihm zu dienen, wird für unser Fleisch nicht immer angenehm sein! Gerade im Licht der massiven Christenverfolgung in Syrien, im Irak und weltweit, die durch soziale Netzwerke immer mehr an die Öffentlichkeit gerät, sollten wir uns neu bewusst machen, dass ein Nachfolger Jesu ein Joch auf sich genommen hat und eine Last trägt. Ist dies Teil der Verkündigung in unseren Gemeinden? Oder geht es uns nur darum, wie wir jetzt und hier sofort unsere materiellen Probleme lösen können?

Ich bin das, was manche gerne als „Wohlstandsprediger“ bezeichnen. Ich glaube an Gottes Güte und die Verheißung Jesu, dass wir Leben und volle Genüge haben sollen. Aber ich nehme Sein ganzes Wort für mich an. Ich trage ein Joch im Dienst meines Herrn, und die letzten Tage der Erde werden nicht leichter werden. Wir brauchen eine Verkündigung des Evangeliums, des Wortes Gottes, das Gläubige dafür ausrüstet, Ihm zu dienen egal was kommt. Voll Dreck und voll Zuckerwatte. Auf dem Marktplatz und im Gefängnis. Immer wenn der Leib Christi dies in Einheit tat, hat sich der Himmel geöffnet und Gott begann mächtig zu wirken.

Jesus lädt uns ein, fordert uns heraus, Sein Joch und Seine Last auf uns zu nehmen! Es wird unserem Fleisch nicht gefallen. Aber unsere Seele wird in Ihm Ruhe finden und durch Seine Liebe alles langmütig ertragen können, was kommen mag.

Nehmen wir es auf uns! Erschüttern wir diese Welt noch einmal!

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