Drei Dinge, die Dein Leben für immer verändern

Apostelgeschichte 9:1-6

1 Saulus aber, der noch Drohung und Mord schnaubte gegen die Jünger des Herrn, ging zum Hohenpriester

2 und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, in der Absicht, wenn er irgendwelche Anhänger des Weges fände, ob Männer oder Frauen, sie gebunden nach Jerusalem zu führen.

3 Als er aber hinzog, begab es sich, dass er sich Damaskus näherte; und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel.

4 Und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul! Saul! Warum verfolgst du mich?

5 Er aber sagte: Wer bist du, Herr? Der Herr aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen!

6 Da sprach er mit Zittern und Schrecken: Herr, was willst du, dass ich tun soll? Und der Herr antwortete ihm: Steh auf und geh in die Stadt hinein, so wird man dir sagen, was du tun sollst!

Saulus. Geboren in Tarsus in Cilicien, beschnitten am achten Tag, aus dem Geschlecht Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, im Hinblick auf das Gesetz ein Pharisäer, im Hinblick auf den Eifer ein Verfolger der Gemeinde.

shutterstock_224948887Ein Mann, der sein Leben der Verfolgung und dem Tod aller Männer und Frauen verschrieben hatte, die an Jesus glaubten. Die glaubten, dass Er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. So wohnte er der Ermordung des jungen Stephanus nicht nur bei, sondern war bei seiner Hinrichtung sogar behilflich.

Saulus Eifer war in der Apostelgeschichte sozusagen gleichzusetzen mit ISIS heute! Seine Taten waren ähnlich grausam und rücksichtslos. Es war seine Absicht bewusst Feindseliges gegen den Namen Jesu, den er den Nazarener nannte, zu verüben. Und wenn er die Christen nicht töten konnte, so zwang er sie zumindest dazu, Christus zu lästern. So groß war, laut eigener Aussage (Apg 16+22+26; Phil 3), sein Eifer und seine Wut.  Dazu kam, dass er auch noch glaubte, Gott damit einen Dienst zu erweisen.

Dieser Saulus war nun auf dem Weg nach Damaskus, um auch dort Christen zu bedrohen, zu ermorden und gefangen zu nehmen. Das Ziel seiner Reise war wahrscheinlich schon am Horizont, als etwas geschah, das sein Leben für immer verändern sollte!

Dieser Artikel heißt: Drei Dinge, die Dein Leben für immer verändern! Das mag etwas überzogen klingen, aber ich bin Pastor in einer charismatischen Gemeinde, da muss man so predigen, sonst hört keiner zu. 😉 Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass es wahr ist.

Egal wie grausam, schlecht, sündig oder nett, freundlich, und gutmütig jemand ist, wir lesen in diesem Bericht von drei Dingen, die unser Leben für immer und ewig zum Guten verändern werden.

Was ist das, das aus einem rasenden Mörder einen Apostel Jesu machen kann, der einen Großteil des Neuen Testaments schrieb, dessen Dienst seit nun fast tausenden von Jahren ein Segen für Milliarden von Menschen ist?

Was hat diese tiefe Versänderung bewirkt? Wie konnte dieser verblendete, tobende Schlächter zu einem der überzeugtesten Diener und Anbeter Jesu werden? Wie wurde Saulus zu Paulus?

Wie konnte dieser stolze Pharisäer, der zum Äußersten bereit war die zu töten, die Christus ihren Herrn nannten, eines Tages sagen:

Aber was mir Gewinn war, das habe ich um des Christus willen für Schaden geachtet… ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne…

Philipper 2:7-8

Und wenn wir dann herausfinden, was diese drei Dinge waren, ist das heute auch noch möglich? Im Iran? In Syrien? Im Irak? Ist es auch heute noch möglich in Europa? In Deutschland? In Bonn? In deiner Nachbarschaft? In dir?

1. Eine Begegnung mit Jesus

Saulus hatte eine Begegnung mit Jesus. Vom Himmel kam ein Licht, Saulus fiel auf die Erde und hörte die Stimme Jesu, die ihm liebevoll, aber bestimmt erklärte, dass es Er selbst sei, den Saulus verfolgt, und dass er letztendlich mit seinen Plänen nicht erfolgreich sein kann. Diese Begegnung mit Jesus und das Hören Seiner Worte, verändert das Leben dieses Mannes für immer.

 

Ähnlich war es im Leben des Petrus, der bereit war alles hinter sich zu lassen, als Jesus ihn rief. Und zu einer Zeit, als viele Jünger Jesus verließen, weil ihnen nicht gefiel, was Jesus sagte, fragte Er Seine restlichen Jünger, ob sie auch gehen wollten. Petrus sagte: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens! (Johannes 6:68)

Niemand ist Jesus jemals begegnet, niemand hat Seine Worte jemals gehört, ohne verändert zu werden. Eine Begegnung mit Jesus, das Hören Seiner Worte verändert uns! Immer! Entweder werden unsere Herzen härter, oder sie werden weicher! Aber auf die eine oder andere Art wird eine Begegnung mit Jesus und das Hören Seiner Worte unser Leben verändern!

Wenn wir das Evangelium hören, die gute Nachricht, das Gott uns so sehr geliebt hat, dass Er Seinen einzigen Sohn sandte, damit jeder, der an ihn glaubt nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat… und darauf reagieren, es in unserem Herzen annehmen und glauben, dann haben wir die Erlösung, die Vergebung unserer Sünden.

Für mich kam diese erste Begegnung mit Jesus durch einen Bruder des Gideon-Bundes, der in der 5. Klasse in unseren Religionsunterricht platzte, um mir eine Bibel zu schenken. Zum ersten Mal hab ich da von Jesus, als meinem Retter, und der Kraft des Wortes Gottes gehört. Ich unterschrieb das Gebet um Erlösung. Mein Herz wurde weicher.

Meine zweite Begegnung kam, als ich ca. 4 Monate später in unsere Küche kam und hörte, wie jemand meiner Mutter von Jesus erzählte. Dort wurden dann auch meine letzten Fragen beantwortet, und ich nahm Jesus noch einmal ganz bewusst als meinen Herrn und Retter an. Und dann ging die Reise los.

Das ist das wunderbare an unserem großen Gott. Wir können Jesus begegnen, Gemeinschaft mit ihm haben. Wir nehmen keine Religion an oder stimmen einem Jahrtausende alten Regelwerk zu. Wir treten nicht bloß einer Glaubensrichtung bei oder verschreiben uns irgendeiner Philosophie. Wir begegnen unserem Retter und Erlöser, Jesus Christus, und durch kommen wir wieder zu unserem himmlischen Vater.

Ich sage es oft in unserer Gemeinde, Er ist der Einzige, der unser Sündenproblem gelöst hat. Kein anderer hat uns so sehr geliebt, dass Er für uns starb, um uns zu vergeben und zu befreien.

Er kam persönlich!
Um dich und mich persönlich zu erlösen!
Und wir können Ihm persönlich begegnen!

Und das ist das erste, das wir hier sehen, was unser Leben für immer verändern wird! Jesus begegnen und im Glauben antworten, ändert alles!

Was ist die zweite Sache, die unser Leben  für immer verändern wird?

2. „Wer bist du, Herr?“

Wie reagiert Saulus auf Jesus? Das Licht kommt, Saulus fällt auf die Erde, hört eine Stimme und stellt die Frage Wer bist du, Herr?

Zuerst mal gefällt mir, dass Saulus Ihn von Anfang an „Herr“ nennt. Er weiß noch gar nicht genau, wer ihm hier begegnet, oder wie im geschieht, aber er ist sich ziemlich sicher, das muss der Chef sein! Hier ist jemand, der höher ist als ich! Hier ist jemand der mächtiger ist als ich!

Aber hier sehen wir das zweite, das unser Leben für immer verändern wird. Die Frage: „Wer bist du, Herr?“

Stellen wir diese Frage? Ja, wir glauben an Jesus, ja wir besuchen vielleicht schon seit Jahren regelmäßig den Gottesdienst, ja wir wissen schon wie das in der Gemeinde so läuft…

Aber lernen wir Jesus besser kennen? Lernen wir immer mehr, wer Er ist, wie Er wirklich ist? Erlauben wir Ihm, sich uns immer mehr zu offenbaren?

Jesus ist so groß und so wunderbar, Er will sich uns offenbaren, möchte, dass wir in mehr und mehr kennenlernen und unsere Beziehung zu Ihm vertiefen.

In Philipper 3:7-10, nachdem Paulus aufgelistet hat wie sehr er sich im Fleisch rühmen konnte, wie sehr er sich selbst auf die Schulter klopfen konnte, schrieb er:

7 Aber was mir Gewinn war, das habe ich um des Christus willen für Schaden geachtet;

8 ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Er-kenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne

9 und in ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens,

10 um Ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinem Tod gleichförmig werde…

In Vers 10 heißt es in einer erweiterten Übersetzung:

10 [Es ist meine entschiedene Absicht] Ihn zu kennen [immer mehr, tiefer und intimer mit Ihm vertraut zu werden, die Wunder Seiner Person immer stärker und klarer wahrzunehmen und zu erkennen]…

Welche Tiefe, welche Anbetung, welche Beziehung können wir in diesen Worten erkennen. Und diese Beziehung begann ca. 30 Jahre zuvor, als Paulus ein junger, verblendeter Mann war, auf der Straße nach Damaskus, als er zum ersten mal die Frage stellte: „Wer bist du, Herr?“

Gott möchte nicht fern von uns sein, Gott möchte nicht fern von dir sein. Er möchte eine Gemeinde, ein Volk, dass Ihn kennt!

Daniel 11:32 in der Elberfelder Übersetzung sagt:

32 Aber das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich stark erweisen und entsprechend handeln.

Je mehr wir Gott kennenlernen, desto fester und reifer werden wir sein. Desto mehr kann Gott uns gebrauchen, so wie Er uns in dieser Welt gebrauchen möchte.

Und das führt uns zur dritten Sache, die unser Leben für immer verändern werden.

3. „Was willst du, dass ich tun soll?“

Bei seiner ersten, lebensverändernden Begegnung mit Jesus fragte Saulus: „Was willst du, dass ich tun soll?“

Bis jetzt wurde dieser verblendete, tobende Saulus von dem verzehrt, was er dachte, dass er es tun sollte. Auf einmal stellt er seinen gesamten Lebensinhalt in Frage. Auf einmal ging es nicht mehr darum, was er wollte. „Was willst du, dass ich tun soll?“

Ich frage mich, wie viele Christen heute Gott diese Frage auch stellen? Und dann frage ich mich, wie viele wirklich eine Antwort darauf hören wollen. Oder, ich frage mich, wie viele Ihn gar nicht erst fragen wollen, weil sie eigentlich schon wissen, was Er antworten wird.

So ist es mir schon oft gegangen. Jemand bittet mich um etwas, oder hat eine bestimmte Aufgabe für mich, und dann kommt der tolle Satz: „Bet’ mal drüber!“ Oft musste ich das gar nicht, weil ich im Grunde in meinem Herzen schon wusste, ob ich es tun sollte, oder nicht. Ob ich es nun wollte, oder nicht.

Aber fragen wir unseren Herrn das? Denn Er ist ja unser Herr! Was willst du, dass ich tun soll? Mit meinem Leben? Oder in dieser konkreten Situation?

Jesus sagt in Johannes 4:34:

34 Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.

Wir brauchen eine Begegnung mit Jesus, wir müssen Seine Worte hören. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, dass aus dem Mund Gottes hervorgeht (Matthäus 4:4). Wir sollen Ihn immer mehr kennenlernen können, damit wir fest und gestärkt werden können.vGenauso ist es aber auch geistliche Nahrung für uns, wenn wir den Willen Gottes tun! Ganz allgemein, und ganz konkret.

Wir sind errettet, nicht aus Werken, sondern aus Gnade durch Glauben, damit sich niemand rühme. Und doch heißt es einen Vers weiter (Epheser 2:8-10):

10 Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

Gott hat einen Plan für jeden von uns. Lassen wir uns nicht das Beste entgehen, indem wir unserem eigenen folgen. Wenn wir beginnen zu fragen Was willst du, dass ich tun soll? wird es unser Leben für immer verändern.

Dies sind nun drei Dinge, die unser Leben für immer verändern:

  1. Eine Begegnung mit Jesus
  2. „Wer bist Du, Herr?“
  3. „Was willst Du, dass ich tun soll?“

Was damals möglich war, ist auch heute noch möglich. Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in alle Ewigkeit (Hebräer 13:8). Sein Wort ist immer noch dasselbe (Matthäus 24:35).

Und egal in welcher Situation wir uns heute befinden. In einer Prüfung, inmitten Versuchung, Sünde, oder auch rosaroter Glückseligkeit… es ist immer gut Ihm zu begegnen, Ihn noch näher kennenzulernen, und nach seinem Willen zu fragen. Dafür hat Er uns Sein Wort und Seinen Heiligen Geist gegeben.

bbe72546-d06e-48af-beb4-202f25564558Und wenn Jesus zu unserem Herzen gesprochen hat? Bob Humburg, Gründer des Glaubenszentrums Bad Gandersheim und einer meiner Väter im Glauben sagte immer:

„Es ist immer gut, JA zu Gott zu sagen!“

 

 

(Dieser Artikel ist meinen Predigtnotizen entnommen. Die entsprechende Predigt kann auch hier angehört werden.)

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