Schätze die Gabe!

Zum Zeitpunkt dieses Artikels ist es fast genau drei Jahre, seit mich mein Pastor offiziell als Hauptpastor unserer Gemeinde eingesetzt hat, nachdem ich diese Aufgabe bereits seit ca. einem Jahr kommissarisch ausgeführt hatte.

Dieses Ereignis brachte mich dazu, über die Gemeindeleiter – Pastoren – nachzudenken, die mich auf meiner Reise mit Jesus bis hierhin begleitet haben. Durch Gottes Gnade und Führung durfte ich bis jetzt drei Menschen als „meinen Pastor“ bezeichnen, alles Männer, die mich nicht nur geistlich begleitet haben, sondern sehr früh etwas in mir gesehen haben, von dem ich selbst noch nichts wusste. Angefangen bei meinem ersten Pastor, der später mein Schwiegervater wurde und mich im Januar 1999 zum ersten Mal fragte, ob ich mir vorstellen könnte, einmal im Gottesdienst den Verkündigungsdienst zu übernehmen, über meinen zweiten Pastor, der die Berufung auf einem frisch verheirateten Ehepaar sah und es mit seinem Segen zur Bibelschule ziehen ließ, bis hin zu meinem jetzigen Pastor, der nicht nur ein persönliches und geistliches Vorbild ist, sondern mir oft mehr anvertraut hat, als ich es getan hätte.

Epheser 4:7-15

7 Jedem einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe des Christus. 8 Darum heißt es: »Er ist emporgestiegen zur Höhe, hat Gefangene weggeführt und den Menschen Gaben gegeben«. 9 Das Wort aber: »Er ist hinaufgestiegen«, was bedeutet es anderes, als daß er auch zuvor hinabgestiegen ist zu den Niederungen der Erde? 10 Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfülle.

11 Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, 12 zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, 13 bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus; 14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen, 15 sondern, wahrhaftig in der Liebe, heranwachsen in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus.

Das Wort „Pastor“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Hirte.“ Es handelt sich hier um eine der fünf Dienstgaben, die Jesus Christus selbst der Gemeinde gegeben hat. Es ist sehr wichtig, dass wir dies erkennen und vor allem an-erkennen!

Eine Gabe ist ein Geschenk. Ein Geschenk ist etwas, das Freude bringt und bereichert, also etwas deinem Leben hinzufügt, dass es besser und effektiver macht. Siehst du deinen Pastor so? Kannst du mit Überzeugung und Freude von deinem Pastor sprechen? Oder beschwerst du dich eher viel und gerne über die letzte Predigt und die Richtung der Gemeinde im Allgemeinen? Solche Christen soll es ja auch geben. Interessanterweise tauchen sie fast nur in Rudeln auf, da sie sich gegenseitig anziehen wie das Licht die Motten. Leider verstehen viele Gläubige nicht, dass es a) eine sehr schlechte Haltung Gott gegenüber ist und b) gar nichts nützt!

Aber was mach ich denn, wenn mein Pastor fragwürdige Predigten hält und/oder Entscheidungen trifft, mit denen ich nicht übereinstimmen kann?

Gute Frage. Natürlich gehe ich davon aus, dass es nicht um ethisch fragwürdiges oder unmoralisches Verhalten geht, sondern um die geistliche Leitung der jeweiligen Ortsgemeinde (die selbstverständlich auch auf die weltlichen Geschäfte der Gemeinde einwirkt). Wie beantwortet man diese Frage also? Wie sollte man seinen Pastor generell betrachten, um ihn (oder sie) wirklich als von Gott gegebene Gabe zu erfahren, die uns effektiver vor und für Gott macht?

Wie fast immer liegt der erste Schritt bei… DIR! In Johannes 4 sehen wir ein gutes Beispiel aus dem Leben und Dienst Jesu, das wir uns nun kurz anschauen werden.

Johannes 4:6-10

6 Es war aber dort Jakobs Brunnen. Weil nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich so an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. 7 Da kommt eine Frau aus Samaria, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken! 8 Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Speise zu kaufen. 9 Nun spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie erbittest du als ein Jude von mir etwas zu trinken, da ich doch eine samaritische Frau bin? (Denn die Juden haben keinen Umgang mit den Samaritern.) 10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes erkennen würdest und wer der ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken!, so würdest du ihn bitten, und er gäbe dir lebendiges Wasser.

Jesus begegnet einer Frau und bittet sie, ihm auch etwas Wasser zu schöpfen, da er müde war. Die Frau sprach Jesus sofort auf den nationalen Unterschied an… auf das, was vor Augen ist, was natürlich ist. Jesus entgegnete ihr mit dem Hinweis, dass wenn sie die Gabe Gottes (die Jesus war) erkennen würde, es ihr Leben segnen und bereichern würde. Dein Pastor ist genauso eine Gabe Gottes. Eine Gabe, die Jesus selbst gegeben hat. Und ich verspreche dir, wenn du diese Gabe schätzt, sie achtest und ehrst wirst du beginnen von dieser Gabe gesegnet zu werden. Wenn du beginnst über das Äußerliche, Natürliche hinaus zu schauen, wirst du auch aus der merkwürdigsten Predigt Gott zu dir sprechen hören!

Warum? Weil dein Pastor absolut unfehlbar und vollkommen ist? Nein, weil er eine Gabe Gottes ist und Gott zu Seinem Wort steht! Ich möchte dich in diesem Artikel ermutigen, für deinen Pastor und seine Familie zu beten, ihn als die Gabe zu schätzen, die er ist. Wenn du hörst, wie andere ihn kritisch und leider oft sehr selbstgerecht hinter seinem Rücken verreißen, stehe für ihn ein. Nicht aus blinder Folgsamkeit heraus, sondern ehrlicher Dankbarkeit unserem Gott und Herrn Jesus Christus gegenüber, der diese Gabe in dein Leben gestellt hat.

DIE LAST EINES PASTORS

Wenn andere vor Begeisterung übersprudeln, wegen etwas, das irgendwo anders geschieht, sieht er das Potential in Dir.

Wenn andere sich nur um ihr eigenes Wohlergehen sorgen, kümmert er sich um Deins.

Wenn andere Predigern zujubeln, jubelt er der Wahrheit wegen, die gepredigt wird.

Wenn andere das Spektakuläre wollen, sehnt er sich nach dem Echten.

Wenn andere beten, dass Gott sich zeigen möge, will er nur, dass du verstehst, dass Er es schon getan hat.

Wenn er die Schafe zurück zum Wort ruft, nennen andere ihn arrogant, stolz und spalterisch.

Das ist die Last eines Pastors.

Mach sie zur Deinen.

Und sieh, was geschieht.

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